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Oracle WebLogic Server 11g Standard Edition

[Enterprise Application Umgebungen auf höchstem Niveau]

Application Server sind die Quasi-Betriebssysteme moderner Softwareanwendungen. Sie erleichtern die Entwicklung von Anwendungen durch zahlreiche standardisierte und mitgelieferte Schnittstellen, Module und Frameworks auf unterschiedlichsten Ebenen. Sie können beispielsweise Dateisystem-, Datenbank-, WebService-, Netzwerk- und Anwendungszugriffe ohne viel Zutun und Spezialwissen eines Programmierers erledigen. Dabei können sie im Prinzip unabhängig von der darunterliegenden Virtualisierungsschicht, des Betriebssystems bzw. der Hardware überall eingesetzt werden.

Dabei bildet heutzutage den entscheidenden Kosten- und Nutzenvorteil die bestmögliche Unterstützung der Softwareentwickler und Administratoren im Umfeld der Anwendungsentwicklung und -integration.

Hier bietet Oracle mit dem WebLogic Server 11g und dem darum kreisenden Universum von sehr gut aufeinander abgestimmten Systemen einen der besten heutigen Java EE Application Server.

Dabei sind WebLogic Umgebungen bestens in Konfiguration und Leistungsumfang an die tatsächlichen Bedürfnisse anpassbar - von Mini-WebServices bis hin zur Realisierung global interagierender, hochverfügbarer Anwendungswelten.

Details zu den High-End Features wie

  • Hochverfügbarkeit und Clustering (inkl. Application Failover, Server Migration, Load Balancing)
  • Server-Monitoring mittels Oracle JRockit Mission Control (inkl. JRockit Browser, JRockit Management Console, JRockit Flight Recorder, JRockit Memory Leak Detector)

sind auf unseren Seiten über die Oracle WebLogic Server Enterprise Edition beschrieben. (Siehe auch Oracle WebLogic Suite 11g in hochverfügbaren Umgebungen)

Quicklinks


Features und Highlights

Einige der Features und Highlights der Oracle WebLogic Server 11g Standard Edition sind im Folgenden aufgeführt.

Der Oracle WebLogic Application Server 11g basiert auf der Java Enterprise Edition 5 (Java EE 5) und EJB 3.0 – ausserdem werden bereits einige APIs der aktuelleren Java Enterprise Edition 6 unterstützt. Java Server Faces (JSF) 2.0 werden bereits seit einiger Zeit unterstützt – in der aktuellsten Version ist nun auch die Unterstützung für die Java Persistence API (JPA) 2.0 vorhanden.

Sehr hilfreich bei der Entwicklung ist der FastSwap-Mechanismus. Dieser ermöglicht das Austauschen einzelner Klassendateien, ohne dass die Anwendung im Oracle WebLogic Application Server neu gestartet werden muss. Das beschleunigt den typischen Develop-Deploy-Debug-Kreislauf deutlich. Um dieses Feature nutzen zu können, muss WebLogic im „Development“-Modus laufen, die Anwendung bzw. der Server muss explizit FastSwap aktiviert haben (weblogic-application.xml bzw. weblogic.xml) und die Anwendung (unterstützt werden JAR, WAR und EAR, nicht jedoch RAR) muss vollständig entpackt deployed werden. Technisch bedingt gibt es darüber hinaus naturgemäß einige Einschränkungen, welche Änderungen unterstützt werden (z.B. das Verändern, Ergänzen und Löschen von Methoden und Feldern) und welche nicht (z.B. das Verändern von implementierten Interfaces, das Hinzufügen oder Entfernen von Annotations und die meisten Änderungen an EJBs). Dabei verhält sich der WebLogic Server jedoch sehr robust: werden Änderungen festgestellt, die von FastSwap nicht unterstützt werden, wird eine Exception geloggt, die Anwendung läuft jedoch einfach weiter.

Interessant für die Entwicklung moderner Rich Enterprise Applications (REA) ist darüber hinaus die integrierte HTTP Publish-Subscribe Engine. Dabei meldet sich ein Client (z.B. eine Webanwendung) beim Server an und „abonniert“ einen bestimmten Channel. Anschließend werden Updates für diesen Channel automatisch an den Client ausgeliefert. Weblogic unterstützt hierbei als Technologie Long Polling (für nahezu jeden Browser) und Callback Polling (derzeit nur für Gecko-basierte Browser). Beispielszenarien für eine Anwendung von Pub-Sub wären Newsticker jedweder Form, Chats oder Onlinespiele. So ist es beispielsweise möglich, ohne umfangreiche serverseitige Entwicklung einen Chat zu entwickeln. Alle Clients sind dabei zugleich Publisher und Subscriber - das komplette Handling läuft dabei über die Clients bzw. den HTTP Pub-Sub-Server. Möchte man dabei eingreifen und beispielsweise eine serverseitige Filterung implementieren, steht dafür eine API zur Verfügung. Auf Clientseite benötigt man eine JavaScript-Bibliothek, welches das Bayeux-Protokoll unterstützt. Unterstützung bieten dabei etablierte Frameworks wie beispielsweise jQuery, Dojo, Ext JS oder MooTools.

Ebenso ist der Oracle Mapviewer integriert, welcher karthographische Bilder und Daten über eine vereinfachte Programmierschnittstelle von Daten aus Oracle Spatial oder Oracle Locator interaktiv bereitstellen und konfigurieren kann. Dabei sind neben einer interaktiven AJAX-basierten JavaScript API auch Schnittstellen wie XML, Java und PL/SQL nutzbar. Der grafische Oracle Map Builder zum Management visueller Map-Eigenschaften und -Stile sowie Oracle Maps, zuständig für das schnelle, vorausschauende Rendering sowie Interaktivitätsverarbeitung, runden das Ganze ab.

Die erste Wahl bei der Implementierung GUI-basierter und/oder datenbankgestützter Anwendungen auf Basis des Oracle WebLogic Application Server ist das Oracle Application Development Framework (ADF) – ein modernes, auf Java basierendes, Rapid Application Development (RAD) Framework für Rich Enterprise Applications (RIA). Zusammen mit dem Oracle JDeveloper bildet das Dreiergespann eine bestens aufeinander abgestimmte Einheit. Darüber hinaus ist der JDeveloper das Oracle Entwicklungswerkzeug schlechthin. Besonders die sehr gut integrierten Technologien im Oracle-Umfeld lassen sich Dank zahlreicher Wizards und komfortabler Widgets effizienter und übersichtlicher handhaben als in vergleichbaren IDEs. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung im Java Enterprise Bereich (Java EE, SOA, WebServices, ...) bis hin zur Dataintegration und Business Intelligence Lösungen.

Für einen Performanceschub kann die Oracle JRockit Java Virtual Machine (JVM) sorgen, welche sich im Vergleich zur Java Standard JVM (Hotspot) durch eine bessere Performance und Skalierbarkeit auszeichnet – die offiziellen Angaben reden hier von bis zu 3-fachem Performancegewinn.

Für einen einfachen und gleichzeitig hochperformanten Zugriff auf Ihre Daten kann dabei Oracle TopLink sorgen. Dabei ist es möglich, jedes Objektmodell auf jedes relationale oder nichtrelationale Schema abzubilden und umgekehrt. Durch Oracle TopLink Workbench und/oder Oracle JDeveloper wird dieser Prozess hervorragend unterstützt. Gezieltes Abfragen der Daten ist darüber hinaus mittels maßgeschneiderter Sprachen möglich: TopLink Expressions, Java Persistence Query Language (JP QL), Enterprise JavaBeans Query Language (EJB QL), reines SQL. TopLink ist also allgemeiner formuliert ein Persistenz-Framework, welches relationale, objekt-relationale, EIS- (Enterprise Information Systems) und XML-Mappings implementieren kann. Dabei arbeitet es im Prinzip mit jeder relationaler Datenbank mit JDBC-Treiber und nahezu jeder nichtrelationalen Quelle, welche von einem JCA (Java EE Connector Architecture) Adapter unterstützt wird.

Übrigens: Oracle TopLink baut auf der Open Source Community Edition TopLink Essentials und dem gänzlich freien EclipseLink auf. TopLink Essentials ist ausserdem die Referenzimplementierung des Java Persistenz Standards JPA (Java Persistence API), welcher von jedem Java EE Application Server implementiert wird.
Das ebenfalls in der Standard Edition integrierte JPA Framework KODO ist mittlerweile veraltet, wird nicht weiterentwickelt und unterstützt JPA 2.0 nicht.

Die zentrale oder auch dezentral applikationsgesteuerte Verwaltung von JDBC-Resourcen mit standardmäßigem Poolmanagement und Multidatasourcen (für bspw. Datenbank Load Balancing und/oder Failover, auch in Kombination mit FCF, UCP, Scan IPs) ist ein weiteres Highlight der Standard Edition. Dadurch läßt sich ganz nebenbei auch die Qualitätssicherung (QA) und das Testen bei der Anwendungsintegration durch unterschiedliche Umgebungskonfigurationen deutlich vereinfachen und verbessern.

Eine hochperformante, äußerst flexible und loose gekoppelte Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen ist über das WebLogic JMS (Java Messaging System) möglich. Auf diese Weise können Anwendungen Meldungen genieren und empfangen, ohne Details über die Implementierung anderer Applikationen wissen zu müssen.

Die Oracle Platform Security Services (OPSS) bzw. Oracle Security Developer Tools fassen alle, zur Implementierung verschiedenster Sicherheitsbelange nötigen, Technologien über einheitliche Schnittstellen (APIs) zusammen. Dabei wird die Implementierung dieser Schnittstellen durch zahlreiche Wizards und Connectoren in allen relevanten Bereichen (bspw. WebLogic WebGUI, JDeveloper usw.) sehr vereinfacht. Spätere händische Änderungen sind dabei ebenso einfach über Wizards, Konfigurationsdateien o.ä. möglich. Zu den OPSS gehören bspw. Authentifizierung („Wer ist man?“), Authorisierung („Was darf man?“), Policy Management, sichere Daten-Speicherung und -Zugriff, Auditing, Nutzer- und Rollenmanagement, Identitätsvirtualisierung, Kryptographietools, SAML, XACML, JAAC, ...

Oracle Web Tier bündelt den Oracle HTTP Server (auf Basis des Apache Web Servers) und den Oracle Web Cache. Damit steht eine komplette und gut integrierte Infrastruktur zum Management von primär HTTP(S) bezogenen Technologien zur Verfügung. Dazu gehört Routing, verschiedene Module (mods u.a. für Apache Standards, Oracle Fusion Middleware, Perl, C, C++, PHP, Oracle PL/SQL, Microsoft Internet Information Server (IIS), ...), Proxying, Cache-Management, Session-Management, Security-Management, Request Filtering, Zugriffslogging, Cluster-Management (u.a. auch Failover, Load Balancing) Die Anbindung erfolgt über die WebLogic und Apache Web Server Plug-Ins.

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Administration

Auch auf der administrativen Seite kann der Oracle WebLogic Application Server mittels Administration Console, Configuration Wizard und Upgrade Framework in Kombination mit Oracle Enterprise Manager Fusion Middleware Control punkten. Vom Management ganzer Farmen, Domains und Cluster über Maschinen und Server bis hin zu Applikationen, HTTP Server Modulen und HTTP(S)-Request-Analyzen uvm.:

Nicht zu verwechseln mit dem bei der Entwicklung hilfreichen FastSwap-Mechanismus sind bspw. WebLogic Server Deployment Features für laufende Produktivsysteme. Vor allem die interne Versionierung von Anwendungen, Modulen oder beliebigen Packages (auch mit Hilfe sogenannter Deployment Plans) erlaubt unter anderem einen nahtlosen Übergang und Zurückrollen von Anwendungen, Modulen usw. im laufenden Betrieb (und auf beliebigen Knoten), ohne das Nutzer dadurch beeinträchtigt werden müssen. Die „alte“ Anwendung wird solange für „alte“ Nutzersessions vorgehalten, bis diese abgelaufen sind. Neue Nutzer benutzen automatisch die „aktuelle“ Anwendung.

Gebündelte Konfigurationsänderungen (Transaktionen): neben umfangreichen und feingranularen Einstellungsmöglichkeiten, werden auch solche Änderungen an der Konfiguration erkannt, die einen Neustart erfordern und der Benutzer wird entsprechend darauf hingewiesen. Dabei ist es möglich, diese Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen, um beispielsweise weitere Einstellungen anzupassen.

Um menschliche Fehler bei komplexeren, ständig wiederkehrenden Aufgaben auszuschließen oder auch nur den Administrationsaufwand zu minimieren, kann man sich des WebLogic Scripting Tools (WLST) bedienen. Dabei ist es damit auch möglich, Anpassungen an einer Domain automatisch aufzuzeichen und bei Bedarf erneut auszuführen.

Darüber hinaus gibt es weitere hiflreiche Möglichkeiten für Nutzer und insbesondere Anwendungen mit dem WebLogic Server bzw. dessen Anwendungen über sogenannte Oracle WebLogic Clients zu kommunizieren bzw. diesen zu managen: mittels diverser Protokolle (T3, IIOP, JMS, WebServices, TGIOP) über WebLogic Full Client (jar), WebLogic Thin Client (jar), WebLogic Install Client (jar), WebLogic RMI-IIOP Clients, CORBA/IDL Clients, JMX Clients, JMS Clients (Thin, SAF, C, .NET, AQ JMS), Web Services Clients, WebLogic Tuxedo Connector Clients.

Das WebLogic Diagnostic Framework (WLDF) sorgt dafür, dass der Zustand des Servers und darin laufender Komponenten, MBeans und Anwendungen immer genau beobachtet werden kann. Die Diagnosedaten können aufgezeichnet/historisiert sowie Alarme definiert werden. Außerdem lassen sich damit auch komfortabel und flexibel verschiedenste Logs zentral verwalten (Ansicht, Suche, Filter, Alarme, usw. ...).

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Unterstützte Plattformen (unter anderem)

Betriebssystem (32/64bit):
  • AIX
  • HP-UX
  • Linux
  • Solaris
  • Windows
Datenbanken:
  • Oracle (einschließlich Oracle Real Application Clusters (RAC))
  • IBM DB2
  • Microsoft SQL Server
  • MySQL
  • Sybase
  • alle JDBC-Ressourcen im Allgemeinen
Webserver:
  • Apache
  • Microsoft IIS
  • Oracle HTTP Server
  • Sun Java System Web Server
Java:
  • Java Standard Edition 6
  • Java Enterprise Edition 5

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Wir helfen ihnen gern weiter ...

Insbesondere zu den Themen
  • Cluster und High Availability Management, inkl. WebLogic Server, RAC, ASM, Clusterware, ACFS, OCFS, JDBC-Resourcen, WebTier Componenten, Netapp
  • Application Development Framework (ADF), inkl. ADF BC (Business Components), ADF Faces und Java EE Technologien im Allgemeinen
  • Oracle WebLogic Administration auf GUI- und Skript-Ebenen
  • Oracle Web Tier, inkl. Oracle HTTP Server und Oracle Web Cache
  • Oracle Platform Security Services (OPSS), insbesondere auch Oracle Internet Directory (OID)

bieten wir ihnen gern Präsentationen, Schulungen oder Workshops (siehe auch ASPICON Academy Angebote) für sie an.

Falls sie Fragen zur Lizensierung bzw. sinnvoller/nötiger Produktauswahl für ihre Bedürfnisse haben, so zögern sie nicht uns zu kontaktieren.

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